Auswertungen, die stimmen
Von Redaktion techport.ai, IT-Beratung · Zuletzt aktualisiert am
In vielen mittelständischen Unternehmen ist das Berichtswesen ein monatlich wiederkehrendes Handwerk: Exporte aus zwei oder drei Systemen, zusammengefügt in einer Tabelle, die über Jahre gewachsen ist und die genau eine Person versteht. Das funktioniert, kostet aber jeden Monat Tage und liefert Zahlen, die niemand bis zur Quelle zurückverfolgen kann.
Der Weg zu besseren Auswertungen führt nicht über ein Werkzeug. Er führt über die Frage, welche Entscheidungen mit welchen Zahlen getroffen werden sollen, und über eine verbindliche Definition dieser Zahlen.
Woran Sie es merken
- Der Monatsbericht kostet mehrere Arbeitstage und liegt vor, wenn der Monat längst vorbei ist.
- In Sitzungen wird über die Richtigkeit der Zahlen diskutiert statt über die Sache.
- Es gibt viele Dashboards, aber keine Entscheidung, die aufgrund davon getroffen wurde.
- Wenn die zuständige Person im Urlaub ist, gibt es keinen Bericht.
Warum das passiert
Berichtswesen wächst aus Einzelanfragen. Jemand braucht eine Zahl, jemand baut einen Export, der Export wird zur Routine. Niemand entscheidet dabei über Definitionen, weil die Frage im Moment der Anfrage eindeutig scheint. Erst wenn zwei Bereiche dieselbe Kennzahl unterschiedlich berechnen, wird der fehlende Standard sichtbar, und dann ist die Korrektur unangenehm, weil beide Seiten seit Jahren mit ihrer Version arbeiten.
So gehen wir vor
- Fragen vor Werkzeugen klären. Wir sammeln die Entscheidungen, die regelmäßig getroffen werden, und leiten daraus die Kennzahlen ab, die dafür nötig sind. Kennzahlen ohne zugehörige Entscheidung werden nicht gebaut, auch wenn sie interessant wären.
- Definitionen festschreiben. Wir definieren je Kennzahl Formel, Datenquelle, Abgrenzung und Aktualisierungsrhythmus, verbindlich für das ganze Unternehmen. Diese Sammlung ist der wertvollste Teil des Vorhabens und überlebt jedes Werkzeug.
- Quellen verbinden und automatisieren. Wir bauen den Weg von der Quelle bis zum Bericht so, dass er ohne manuelle Schritte auskommt, und dokumentieren ihn. Wo mehrere Systeme zusammenkommen, prüfen wir, ob eine eigene Auswertungsdatenbank sinnvoll ist.
- Selbstbedienung dosiert ermöglichen. Wir stellen den Fachbereichen geprüfte Datenbereiche zur Verfügung, mit denen sie eigene Auswertungen bauen können, und trennen diese klar von den verbindlichen Berichten. So entsteht Freiheit ohne konkurrierende Wahrheiten.
Was Sie davon haben
- Berichte, die pünktlich und ohne Handarbeit vorliegen.
- Sitzungen, in denen über Inhalte statt über Zahlen diskutiert wird.
- Fachbereiche, die eigene Fragen beantworten können, ohne die IT zu blockieren.
Aus unseren Projekten
Der Aufwand für den Monatsbericht wird fast immer unterschätzt, weil er auf mehrere Personen verteilt ist und niemand die Summe sieht. Wenn wir ihn zusammenrechnen, liegt er in mittelständischen Unternehmen regelmäßig im Bereich mehrerer Personentage pro Monat, dauerhaft. Das ist der wirtschaftliche Kern des Themas, nicht die schönere Darstellung. Der zweite verlässliche Befund betrifft die Zahl der Kennzahlen: In der ersten Sammlung stehen oft mehr als hundert, tatsächlich entscheidungsrelevant sind meist zwanzig bis dreißig. Die Reduktion auf diese Menge ist der Schritt, der Berichte lesbar macht.
Häufige Fragen
Brauchen wir ein Data Warehouse oder reicht ein Auswertungswerkzeug?
Wenn Ihre Kennzahlen aus einem System kommen, reicht dessen Auswertung oder ein Werkzeug, das direkt darauf zugreift. Eine eigene Auswertungsdatenbank lohnt sich, wenn Sie Daten aus mehreren Systemen verbinden, wenn Sie historische Stände brauchen, die im Quellsystem überschrieben werden, oder wenn Auswertungen die Quellsysteme spürbar belasten.
Wie verhindern wir, dass jeder eigene Zahlen baut?
Durch eine klare Trennung: verbindliche Kennzahlen mit dokumentierter Definition, gepflegt zentral, und ein Bereich für eigene Analysen, der ausdrücklich als Arbeitsstand gilt. Zusätzlich hilft die Regel, dass in Sitzungen nur die verbindlichen Zahlen entscheidungsrelevant sind. Verbieten lässt sich Selbstbedienung ohnehin nicht, und sie ist auch nützlich.
Sprechen wir über Auswertungen, die stimmen
Im Erstgespräch klären wir in dreißig Minuten, wo bei Ihnen der größte Hebel liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Weiterführend
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