techport HR Suite
Software für den Betriebsrat: Recherche und Einblick in die KI
Eine HR-Software ist mitbestimmungspflichtig, sobald sie Daten über Beschäftigte erfasst. Für den Betriebsrat heißt das: Er muss Funktionen, Datenfelder und KI-Einstellungen beurteilen, meist neben seiner übrigen Arbeit und ohne eigene Rechtsabteilung. Für die HR-Leitung heißt es: Die Einführung wartet, bis diese Fragen beantwortet sind.
Der Betriebsrat-Assistent ist ein Modul der techport HR Suite. Er unterstützt den Betriebsrat bei der Recherche in Gesetzen und eigenen Betriebsvereinbarungen. Dazu kommt ein lesender Einblick in die Konfiguration der KI-Bewerberbewertung. Beide Seiten arbeiten so mit denselben Informationen.
Kennen Sie das?
- Der Betriebsrat soll eine neue Software bewerten und bekommt eine Produktbroschüre statt einer Liste der Datenfelder und Auswertungen.
- Eine Frage zum Datenschutz führt in drei Gesetze und zwei ältere Betriebsvereinbarungen. Bis die passende Stelle gefunden ist, ist die Sitzung vorbei.
- HR plant KI in der Bewerberauswahl. Welche Kriterien die KI anlegt und wer sie freigegeben hat, weiß im Betriebsrat niemand.
- Die HR-Leitung beantwortet dieselben Fragen zum dritten Mal, weil die Antworten in E-Mails verstreut sind.
- Nach jedem Update fragt der Betriebsrat, was sich geändert hat, und niemand kann es belegen.
Was der Betriebsrat-Assistent kann
Recherche in 73 Gesetzen und Verordnungen
Der Assistent recherchiert in 73 Gesetzen und Verordnungen, darunter Betriebsverfassungsgesetz, DSGVO, Bundesdatenschutzgesetz, KI-Verordnung, Arbeitszeitgesetz und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz. Sie stellen Ihre Frage in normaler Sprache. Die Antwort nennt bis zu acht Fundstellen, die Sie im Wortlaut nachlesen können.
Antworten im Gutachtenstil
Die Antworten sind im Gutachtenstil aufgebaut, den Juristinnen und Juristen kennen. Jede Aussage ist mit dem Normzitat belegt. Wo Gesetz und Unterlagen eine Frage nicht beantworten, weist die Antwort auf diese Lücke hin. Vor jeder Antwort steht der Hinweis, dass sie keine Rechtsberatung ersetzt.
Eigene Betriebsvereinbarungen einbeziehen
Der Betriebsrat lädt seine Betriebsvereinbarungen als PDF, DOCX oder TXT hoch. Sie bleiben dauerhaft gespeichert und sind nur für den Betriebsrat sichtbar. Die Recherche bezieht sie ein. So steht neben der gesetzlichen Regel auch das, was in Ihrem Betrieb bereits vereinbart ist.
Auch ohne KI nutzbar
Wer keine formulierte KI-Antwort möchte, nutzt die Liste der einschlägigen Normen. Das hilft, wenn der Betriebsrat selbst prüfen will oder die KI-Funktion noch nicht vereinbart ist.
Lesender Einblick in die KI-Bewerberbewertung
Setzt Ihr Unternehmen die KI-Bewerberbewertung der techport HR Suite ein, kann der Betriebsrat nachvollziehen, wie sie eingestellt ist. Der Einblick ist lesend. Der Betriebsrat sieht:
- die freigegebenen Bewertungskriterien je Stelle,
- die Versionen dieser Kriterien, denn jede Freigabe ist eine unveränderliche Version,
- die Protokolle der Bewerberbewertung mit jeder KI-Anfrage und jeder menschlichen Handlung, auch jedem Übersteuern mit Begründung.
Warum das zählt: Bewertungskriterien können Auswahlrichtlinien sein. Für Auswahlrichtlinien braucht der Arbeitgeber die Zustimmung des Betriebsrats, und das gilt nach § 95 Abs. 2a BetrVG ausdrücklich auch dann, wenn KI zum Einsatz kommt. Ob Ihre Kriterien darunter fallen, ist im Einzelfall zu klären. Der Einblick stellt sicher, dass der Betriebsrat dieselbe Fassung sieht, die die KI tatsächlich verwendet. Die Rechtslage erklärt unser Ratgeber Betriebsrat und KI.
Für die Prüfung hilft, wie die KI-Bewerberbewertung aufgebaut ist. Die KI schlägt vor, ein Mensch entscheidet. Absagen verschickt das System nie automatisch. Kriterien werden vor der Freigabe auf Merkmale nach dem AGG geprüft, etwa Alter, Geschlecht oder Herkunft. Name, Kontakt, Geburtsdatum, Familienstand, Nationalität, Religion und Foto werden vor der Bewertung abgetrennt.
Nutzen für beide Seiten
Für den Betriebsrat
- Schneller zur Fundstelle: Gesetz und eigene Betriebsvereinbarungen in einer Recherche.
- Eigene Unterlagen bleiben beim Betriebsrat, denn hochgeladene Betriebsvereinbarungen sieht nur er.
- Kontrolle über die KI anhand von Unterlagen: freigegebene Kriterien, Versionen und Protokolle statt mündlicher Zusicherungen.
- Bessere Vorbereitung auf Verhandlungen und auf die Arbeit mit einem Sachverständigen.
Für HR-Leitung und Geschäftsführung
- Weniger Rückfragen, weil der Betriebsrat Fundstellen selbst findet und die KI-Konfiguration direkt einsehen kann.
- Eine Mitbestimmung, die sich auf Daten aus dem System stützt und nicht auf Präsentationen.
- Vorbereitung auf die KI-Verordnung: Ab dem 2. Dezember 2027 müssen Arbeitgeber die Arbeitnehmervertretung informieren, bevor sie ein Hochrisiko-KI-System am Arbeitsplatz einsetzen (Art. 26 Abs. 7 KI-VO). Der lesende Einblick erleichtert diese Information. Mehr dazu im Ratgeber KI-Verordnung im Personalwesen.
- Kein weiteres Einzeltool: Der Assistent nutzt denselben Login, dieselben Rollen und dasselbe Änderungsprotokoll wie die übrige Plattform.
Was der Betriebsrat-Assistent nicht ist
Der Assistent ersetzt weder eine Rechtsberatung noch einen Sachverständigen nach § 80 Abs. 3 BetrVG. Er hilft, Fragen vorzubereiten und Fundstellen zu finden. Er ist auch keine Büro-Software für die Betriebsratsarbeit. Sitzungen, Einladungen und Beschlüsse verwalten Sie weiter mit Ihren bisherigen Werkzeugen.
Datenschutz und Betrieb
- Persönliche Anmeldung mit Zwei-Faktor-Anmeldung, Rollen und Rechte je Modul. Jede Rolle sieht nur, was sie darf, und das prüft der Server.
- Lückenloses Änderungsprotokoll: wer was wann geändert hat, mit Vorher und Nachher.
- Betrieb auf Servern in Deutschland, auf Wunsch als eigene Installation bei Ihnen im Haus.
- Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
Ein Punkt gehört in jede Vereinbarung: Auch wenn der Betriebsrat personenbezogene Daten verarbeitet, ist der Arbeitgeber datenschutzrechtlich Verantwortlicher (§ 79a BetrVG). Legen Sie deshalb fest, wer im System welche Inhalte des Betriebsrats sehen darf. Eine Mustergliederung finden Sie im Ratgeber Betriebsvereinbarung KI.
So starten Sie
- Gemeinsame Demo: HR und Betriebsrat sehen sich den Assistenten und den lesenden Einblick zusammen an.
- Regeln vereinbaren: Zugänge, Einblicke und Auswertungen gehören in die Betriebsvereinbarung.
- Bestand hochladen: Der Betriebsrat lädt seine Betriebsvereinbarungen hoch und recherchiert ab dann in Gesetz und eigenem Bestand.
Wenn Sie die Einführung begleitet haben möchten, unterstützt Sie unsere Beratung zu HR-Software und Betriebsrat. Den Preis nennen wir auf Anfrage, abhängig von Mitarbeiterzahl und Modulen. Demo anfragen
Häufige Fragen
Was ist eine Software für den Betriebsrat?
Eine Software für den Betriebsrat unterstützt Betriebsräte bei Recherche, Unterlagen oder Organisation. Der Betriebsrat-Assistent der techport HR Suite übernimmt zwei Aufgaben: die rechtliche Recherche in 73 Gesetzen und eigenen Betriebsvereinbarungen und den lesenden Einblick in die KI-Bewerberbewertung. Sitzungen, Einladungen und Beschlüsse verwaltet er nicht. Er ist Teil der HR-Plattform, die auch der Arbeitgeber nutzt.
Ersetzt der Betriebsrat-Assistent eine Rechtsberatung?
Nein, der Assistent ersetzt keine Rechtsberatung. Vor jeder Antwort steht ein entsprechender Hinweis. Die Antworten nennen Normzitate und bis zu acht Fundstellen, damit Sie die Aussagen selbst prüfen können. Für verbindliche Einschätzungen und für die Beurteilung von KI-Systemen ziehen Sie Fachanwälte oder einen Sachverständigen nach § 80 Abs. 3 BetrVG hinzu.
Wer sieht die hochgeladenen Betriebsvereinbarungen?
Hochgeladene Betriebsvereinbarungen sind nur für den Betriebsrat sichtbar und bleiben dauerhaft gespeichert. Datenschutzrechtlich bleibt der Arbeitgeber auch für die Datenverarbeitung des Betriebsrats verantwortlich, so regelt es § 79a BetrVG. Halten Sie deshalb in der Betriebsvereinbarung fest, wer im System welche Inhalte des Betriebsrats sehen darf und wer administrativen Zugriff hat.
Welche HR-Software erfüllt die Anforderungen des Betriebsrats an den Datenschutz?
Keine Software erfüllt diese Anforderungen von allein, denn sie ergeben sich aus Ihrer Betriebsvereinbarung und der Einrichtung des Systems. Achten Sie auf Rollen und Rechte je Modul, Änderungsprotokolle, Löschfristen, Auskunft und Export je Person, Betrieb in Deutschland und einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Diese Funktionen bietet die techport HR Suite. Ob sie genügen, klären Sie mit Ihrem Betriebsrat.
Kann der Betriebsrat die KI-Bewerberbewertung ändern?
Nein, der Einblick des Betriebsrats ist lesend. Er sieht freigegebene Kriterien, deren Versionen und die Protokolle der Bewertung. Freigegeben werden Kriterien im System von einem Menschen auf Arbeitgeberseite. Ob dafür vorher die Zustimmung des Betriebsrats nötig ist, etwa weil die Kriterien eine Auswahlrichtlinie nach § 95 BetrVG sind, legen Sie in der Betriebsvereinbarung fest.
Gibt es den Betriebsrat-Assistenten als App?
Eine App aus dem App Store gibt es nicht. Die techport HR Suite und damit auch der Betriebsrat-Assistent laufen im Browser auf Desktop, Tablet und Smartphone. Betriebsratsmitglieder können also auch unterwegs recherchieren, mit derselben persönlichen Anmeldung und Zwei-Faktor-Anmeldung wie am Arbeitsplatz.
Quellen
Abgerufen am 23.10.2026.