Betrieb und Support

    Überwachung und Verfügbarkeit

    Von Redaktion techport.ai, IT-Beratung · Zuletzt aktualisiert am

    Die häufigste Art, eine Störung zu bemerken, ist immer noch der Anruf eines Anwenders. Das bedeutet, dass zwischen dem Eintritt des Problems und seiner Entdeckung Zeit vergeht, in der niemand handelt, und dass die IT die Lage aus Schilderungen rekonstruieren muss statt aus Daten.

    Überwachung löst das, wenn sie auf die richtigen Dinge schaut. Eine Überwachung, die alles meldet, wird nach zwei Wochen ignoriert und ist dann schlechter als keine, weil sie ein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugt.

    Woran Sie es merken

    • Störungen werden von Anwendern gemeldet, nicht von Systemen.
    • Es gibt Alarme, aber niemand reagiert darauf, weil zu viele davon unwichtig sind.
    • Nach einer Störung lässt sich der Verlauf nicht rekonstruieren.
    • Es gibt Zusagen zur Verfügbarkeit, aber keine Messung, ob sie eingehalten werden.

    Warum das passiert

    Überwachungswerkzeuge werden mit ihren Standardeinstellungen in Betrieb genommen, und die melden alles, was technisch auffällig ist, unabhängig von der Bedeutung für das Geschäft. Innerhalb weniger Wochen entsteht eine Menge an Meldungen, die niemand mehr durchsieht. Gleichzeitig fehlen die Messpunkte, die tatsächlich zählen: nicht, ob ein Dienst läuft, sondern ob ein Anwender eine Bestellung erfassen kann. Diese fachliche Sicht muss jemand definieren, und dafür braucht es die Fachbereiche.

    So gehen wir vor

    1. Vom Geschäft her definieren. Wir legen mit den Fachbereichen fest, welche Abläufe kritisch sind und was Ausfall konkret bedeutet, etwa Auftragserfassung, Versand, Produktionsmeldung oder Zahlungslauf. Diese Abläufe werden überwacht, nicht nur einzelne Maschinen.
    2. Messpunkte und Schwellen setzen. Wir definieren je kritischem Ablauf wenige Messpunkte mit Schwellen, die auf Erfahrung beruhen, und trennen konsequent zwischen Information, Warnung und Alarm. Ein Alarm bedeutet, dass jemand jetzt handelt.
    3. Alarme an Menschen binden. Wir legen fest, wer wann erreichbar ist, über welchen Weg alarmiert wird und was passiert, wenn niemand reagiert. Ein Alarm ohne benannten Empfänger ist eine Protokollzeile.
    4. Verfügbarkeit messen und berichten. Wir messen die Verfügbarkeit der kritischen Abläufe, berichten sie regelmäßig und nutzen sie als Grundlage für Gespräche mit Fachbereichen und Dienstleistern. Ohne Messung sind Verfügbarkeitszusagen in Verträgen wertlos.

    Was Sie davon haben

    • Störungen, die auffallen, bevor die erste Anfrage eingeht.
    • Weniger Fehlalarme und dadurch Alarme, die ernst genommen werden.
    • Belastbare Zahlen für Gespräche mit Dienstleistern über Leistung.

    Aus unseren Projekten

    Beim Einrichten von Überwachung ist der schwierigste Teil nicht die Technik, sondern die Entscheidung, was nicht überwacht wird. Wir beginnen deshalb bewusst mit wenigen Messpunkten je kritischem Ablauf und erweitern erst, wenn eine Störung auftrat, die mit einem zusätzlichen Punkt früher erkannt worden wäre. Der zweite regelmäßige Befund betrifft die Alarmierung außerhalb der Arbeitszeit: In vielen Häusern ist technisch alles eingerichtet, aber nicht geregelt, wer nachts und am Wochenende erreichbar ist und ob diese Person überhaupt handeln darf. Diese Frage gehört beantwortet, bevor der erste Alarm um drei Uhr morgens ausgelöst wird.

    Häufige Fragen

    Welche Kennzahlen sind für die Verfügbarkeit sinnvoll?

    Nützlich sind vier: Verfügbarkeit je kritischem Ablauf in Prozent der vereinbarten Zeit, Zeit bis zur Erkennung einer Störung, Zeit bis zur Wiederherstellung und Zahl der Störungen je Monat nach Ursache. Die letzte Größe ist die wichtigste, weil sie zeigt, ob Sie an Symptomen oder an Ursachen arbeiten.

    Sollen wir die Überwachung selbst betreiben oder einkaufen?

    Wenn Sie keine Rufbereitschaft rund um die Uhr haben, ist eine externe Überwachung mit vereinbarter Reaktion oft die bessere Wahl, weil sie in genau den Stunden wirkt, in denen niemand hinsieht. Die Festlegung, was kritisch ist, bleibt in jedem Fall Ihre Aufgabe. Diesen Teil kann Ihnen kein Dienstleister abnehmen.

    Sprechen wir über Überwachung und Verfügbarkeit

    Im Erstgespräch klären wir in dreißig Minuten, wo bei Ihnen der größte Hebel liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

    Weiterführend

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